Ein Häschen fürs Häschen

Das Krümel ist jetzt seit kurzem ein Kindergartenkind. Kaum zu glauben, denn sie ist nicht nur (knapp) die Jüngste sondern vor Allem die Kleinste im Kindergarten. Manchen Kindern aus der Krippe geht sie höchstens bis zur Nase, von denen im Kindergarten ganz zu schweigen. Aber die Gruppe zog im Ganzen um und so kam es, dass sie jetzt ganz stolz eine von den Großen ist. Damit ging einher, dass sie nicht nur Erzieher, Gruppenraum und Garderobe wechselten sondern auch jeder ein „erwachsenes“ Garderobensymbol bekam. Luftballons und Holzklötzchen adé, die neue Zwergengruppe schmückt sich jetzt mit Bauernhoftieren und -fahrzeugen. Auf persönlichen Wunsch der kleinen Dame hat sie das Häschen bekommen.

Zum extra anberaumten Elternabend gab es dann eine Liste all der Dinge, die die nun großen Kinder jetzt unbedingt brauchen. Eine Haarbürste beispielsweise um sich auch nach dem Mittagsschlaf wieder hübsch zu machen. Geld für Eis und Englisch-AG. Und – ganz wichtig – ein eigenes Schlafkissen. Möglichst flach sollte es sein, aber gemütlich. Zuhause hat sie sich schon seit einer ganzen Weile unsere petrolfarbenen Couchkissen auserkoren, von denen jetzt immer eins in ihrem und eins in unserem Bett liegt. Für die Kita wollte ich dann doch etwas Kindliches. Da sie die Kissen aber offensichtlich gemütlich findet stand die Größe schon mal fest. Es musste nur ein neuer Bezug her. Ich hatte keine Lust erst in die Stadt zu fahren und lange zu suchen also sollte fix (an einem Abend) selbst einer genäht werden. Kissenbezüge mit Hotelverschloss kann ich (dank Katrins Nähschule) inzwischen auswendig, es fehlte also nur noch eine schöne Idee für ein Motiv. Nach gefühlt dreiminütiger Auflistung verschiedener Möglichkeiten („Krümel, möchtest du einen Bagger, einen Luftballon,….., ein Kätzchen, ein Häschen, ….., ein Auto, …“) entschied sie sich dafür, ein Häschenkissen haben zu wollen. Gut, das leuchtete ein. So ist es in der Kita auch einfach zuzuordnen. Ich blätterte also ein wenig durch alle Applikationsvorlagen, die ich so besaß und suchte Häschen. Die Maus entschied sich schnell für eine und wir fingen an, die gemeinsam in der richtigen Größe (etwa A4) auf Papier zu bringen. Ich zeichnete ein Exemplar und sie ein eigenes. Ok, meins ähnelte mehr einem Hasen, aber sie hat das wirklich toll gemacht. Es hatte immerhin Beine und Ohren. Ausgeschnitten haben wir dann trotzdem meinen Hasen.

Auch beim Kissen durfte sie sich den Stoff wieder selbst aussuchen. Schnell fand sie die kleinen Resterollen, die ich vor 2 Jahren mal auf dem Stoffmarkt mitgenommen hatte. Irgendwann werde ich sie sicher mal für irgendwas brauchen, wie das halt so ist. Meine Tochter brach jetzt den Bann und entschied sich tatsächlich für die 2 rot/weiß gepunkteten Baumwollstoffe, die sich toll kombinieren lassen. Ich ergänzte noch etwas Plüsch, der vom Faschings-Katzen-Kostüm übrig blieb fürs Schwänzen. Als Kissenbezug sollte es dann etwas schön weiches sein. Da unsere Sofakissen, die sie bisher nimmt, einen weichen petrolfarbenen Kord-Bezug haben schien es mir naheliegend, darauf zurückzugreifen. Glücklicherweise fand sich noch toller kräftiger roter Kord, der farblich klasse zu den Baumwollstoffen passte.

Um dem Häschen etwas Tiefe zu geben wollte ich die Ohren nicht applizieren, sondern abstehen lassen. Also frei Schn**ze 2 Hasenohren jeweils in doppelter Stofflage zugeschnitten und bis auf die untere Kante zusammengenäht. Dann wenden (bei den schmalen Ohren ganz schöne Frickelei, aber die Stoffschere passte gut in die letzte Hasenohrspitze) und schön glatt bügeln. Das Häschen habe ich dann mit einem sehr engen Zick-Zack-Stich appliziert und die Ohren vorher unter den Körper gesteckt. Auf die gleiche Weise kam noch das Schwänzen dran.

Zum Schluss habe ich das eine Hasenohr noch abgeknickt und mit ein paar Handstichen fixiert. So sieht es noch plastischer und vor allem niedlicher aus. Außerdem hat sich noch eine kleine Wiese mit einem einfachen Geradstich und absichtlich großer Stichlänge dazugesellt. Das nächste Mal werde ich die aber wohl so weit hoch setzen, dass der Hase wirklich auf der Wiese sitzt. Der hier kann halt fliegen.

Das Schließen geht dann zum Glück sehr unkompliziert. Da konnte auch das Krümel wieder gut mitmachen und kräftig aufs Pedal treten.

Das Ergebnis gefällt und Schlafen scheint man auch gut drauf zu können.

 

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